Die kurze Antwort

Rinne, Fallrohr, Gefälle und Anschluss an die Grundstücksentwässerung gehören vor der Montage auf den Plan.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Dachgefälle, Rinne, Fallrohr und der weitere Wasserweg bilden eine zusammenhängende Planung.
  • Eine verdeckte Entwässerung im Pfosten löst nicht automatisch die Ableitung am Pfostenfuß.
  • Türen, Lichtschächte, Terrassenbelag und Grundstücksgefälle können den Ablaufweg begrenzen.
  • Reinigung und Wartung müssen auch nach der Montage erreichbar bleiben.

Wasserführung ist Teil der Konstruktion

Bei einem Terrassendach sammelt eine große, glatte Dachfläche Niederschlag in kurzer Zeit. Dachneigung, Rinne, Ablaufposition und der weitere Weg des Wassers müssen deshalb zusammen geplant werden.

Eine im Pfosten geführte Entwässerung sorgt für eine ruhige Optik. Sie löst aber noch nicht die Frage, wohin das Wasser am Pfostenfuß sicher abgeleitet wird.

Diese Angaben brauchen wir vor dem Angebot

Fotos und Höhen helfen, Konflikte mit Türen, Lichtschächten, Terrassenbelag und Grundstücksgefälle früh zu erkennen.

  • gewünschte Ablaufseite
  • Höhe von Türen und Fenstern
  • Gefälle und Aufbau des Terrassenbelags
  • vorhandene Rinnen oder Versickerung
  • Zugang für Reinigung und Wartung

So wird aus der ersten Idee eine belastbare Planung

Die Ablaufseite sollte nicht allein nach der kürzesten Rohrführung gewählt werden. Türen, Wege, Nachbargrundstück, vorhandene Entwässerung und die spätere Reinigung bestimmen mit, wo Rinne und Fallrohr sinnvoll sitzen. Bei großen Flächen oder ungünstiger Lage kann eine zusätzliche Ablaufmöglichkeit erforderlich werden.

Am Pfostenfuß muss das Wasser kontrolliert weitergeführt werden. Möglich sind je nach Grundstück ein Anschluss an eine zulässige Entwässerung, eine geeignete Versickerung oder eine oberirdische Ableitung. Welche Lösung zulässig und technisch sinnvoll ist, wird vor Ort geklärt; eine verdeckte Rohrführung allein ist noch kein Entwässerungskonzept.

Typische Fehler in der Vorplanung

  • nur die Position des Fallrohrs festlegen
  • Belagshöhen und Türschwellen übersehen
  • Ablauf ohne Reinigungszugang einbauen
  • Regenwasser ungeprüft zum Nachbargrundstück führen

Welche Angaben wir für eine belastbare Empfehlung brauchen

Für eine konkrete Empfehlung reichen Produktname und Wunschmaß nicht aus. Entscheidend sind Fotos der Einbausituation, der genaue Baustellenort, Wand- und Bodenaufbau, Entwässerungsweg, gewünschte Nutzung sowie geplante Ausbaustufen.

Diese Angaben können im Konfigurator gemeinsam erfasst werden. Der dort gezeigte Richtwert bleibt eine Orientierung, bis der Bestand und die technischen Randbedingungen geprüft sind.

Fachlich verantwortlich

Dieser Beitrag wird von AN Alusysteme, einem Geschäftsbereich der AN Treppenbau GmbH, gepflegt. Grundlage sind unsere Erfahrung im Treppen- und Metallbau seit 2006, die technischen Systemunterlagen und die projektbezogene Prüfung vor Ort.

Verantwortung und Arbeitsweise · Hinweise oder Korrekturen an info@an-terrassendach.de

Planungshinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Prüfung des konkreten Standorts. Landesbauordnung, Bebauungsplan, Statik und Befestigungsgrund können zusätzliche Anforderungen auslösen.