Wie Ausrichtung, Glasfläche, Wind und Nachrüstbarkeit die Wahl der Markise bestimmen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Süd- und Westlagen benötigen häufig früher einen wirksamen Sonnenschutz.
- Aufdachbeschattung hält Strahlung vor der Glasfläche ab, ist aber stärker der Witterung ausgesetzt.
- Unterdachmarkisen liegen geschützt, wirken thermisch jedoch anders.
- Stromzuführung, Profilräume und Befestigungspunkte sollten bereits beim Grunddach vorbereitet werden.
Hitzeschutz beginnt bei der Ausrichtung
Ein transparentes Dach bringt viel Tageslicht, kann sich bei intensiver Sonne aber stark aufheizen. Süd- und Westlagen benötigen häufig früher eine wirksame Beschattung als schattige Nordlagen.
Eine Aufdachbeschattung stoppt einen Teil der Wärmestrahlung vor der Glasfläche. Eine Unterdachmarkise ist geschützter angeordnet und lässt sich gestalterisch ruhig integrieren. Welche Lösung passt, hängt vom System und der Einbausituation ab.
Beschattung von Anfang an vorbereiten
Auch wenn die Markise erst später kommt, sollten Profilräume, Stromzuführung, Befestigungspunkte und Bedienseite beim Grunddach berücksichtigt werden.
- Aufdach- oder Unterdachsystem
- Senkrechtmarkise für tief stehende Sonne
- Windüberwachung bei motorisierten Anlagen
- Stromweg und Schalterposition
- Zugang für Wartung und Tuchwechsel
So wird aus der ersten Idee eine belastbare Planung
Aufdach- und Unterdachsysteme unterscheiden sich nicht nur in der Optik. Windbeanspruchung, Verschmutzung, Zugänglichkeit und die mögliche Breite der Anlage müssen zum Dachsystem passen. Bei tief stehender Sonne kann zusätzlich eine seitliche oder senkrechte Verschattung sinnvoller sein als eine reine Dachmarkise.
Eine spätere Nachrüstung wird deutlich einfacher, wenn Stromweg, Motorkabel, Befestigungspunkte und Platzbedarf bereits beim Grunddach berücksichtigt werden. Auch die Bedienung gehört in die Planung: Schalter, Funksteuerung und mögliche Windüberwachung müssen erreichbar und mit den anderen Elektroarbeiten abgestimmt sein.
Typische Fehler in der Vorplanung
- nur die Mittagssonne bewerten
- Wind und Tuchgröße nicht berücksichtigen
- Stromzuführung nachträglich sichtbar verlegen
- Wartungszugang durch Seitenelemente blockieren
Welche Angaben wir für eine belastbare Empfehlung brauchen
Für eine konkrete Empfehlung reichen Produktname und Wunschmaß nicht aus. Entscheidend sind Fotos der Einbausituation, der genaue Baustellenort, Wand- und Bodenaufbau, Entwässerungsweg, gewünschte Nutzung sowie geplante Ausbaustufen.
Diese Angaben können im Konfigurator gemeinsam erfasst werden. Der dort gezeigte Richtwert bleibt eine Orientierung, bis der Bestand und die technischen Randbedingungen geprüft sind.
Fachlich verantwortlich
Dieser Beitrag wird von AN Alusysteme, einem Geschäftsbereich der AN Treppenbau GmbH, gepflegt. Grundlage sind unsere Erfahrung im Treppen- und Metallbau seit 2006, die technischen Systemunterlagen und die projektbezogene Prüfung vor Ort.
Verantwortung und Arbeitsweise · Hinweise oder Korrekturen an info@an-terrassendach.de
Planungshinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Prüfung des konkreten Standorts. Landesbauordnung, Bebauungsplan, Statik und Befestigungsgrund können zusätzliche Anforderungen auslösen.
